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Thromboseneigung - Wenn das Blut zu schnell gerinnt
Bei manchen Menschen kann eine Störung der Blutgerinnung eine Thrombose auslösen. Gerinnungsstörungen können von Geburt an vorhanden und vererbt sein, bei einigen Menschen entstehen sie jedoch erst im Laufe des Lebens. Ärzte sprechen bei Gerinnungsstörungen, die Thrombosen begünstigen, auch von einer Thrombophilie.
Bei der überwiegenden Anzahl aller Thrombosen spielt eine Thrombophilie eine Rolle. Sie ist somit der wichtigste Risikofaktor für Thrombosen. Erkannt werden die Störungen meist erst dann, wenn nach einer abgelaufenen Thrombose gezielt danach gefahndet wird.
Unsere Blutgerinnung
Wahrscheinlich haben Sie schon oft erlebt, wie die Blutgerinnung wirkt: Eine Wunde blutet schon nach wenigen Minuten nicht mehr. Blutzellen lagern sich dabei im Bereich der Wunde an und bilden einen blutstillenden Pfropf.
Die Blutgerinnung sorgt dafür, dass wir nach einer Verletzung nicht verbluten. Ein fein abgestimmtes Gleichgewicht zwischen gerinnungshemmenden und gerinnungsfördernden Faktoren verhindert normalerweise, dass ein Blutgerinnsel am falschen Ort - etwa in einem Blutgefäß - entsteht.
Wichtige Formen einer Gerinnungsstörung
Prinzipiell begünstigt ein Mangel gerinnungshemmender oder ein Überschuss gerinnungsfördernder Faktoren die Entstehung einer Thrombose. Bildet die Immunabwehr des Körpers beispielsweise krankheitsbedingt "falsche" Botenstoffe (z. B. Antiphospholipidantikörper), entwickelt sich eine Thromboseneigung.
Auch Änderungen in bestimmten Abschnitten des Erbmaterials, die für die Bildung gerinnungsfördernder oder -hemmender Faktoren von Bedeutung sind, können die Entstehung von Thrombosen begünstigen. Betroffen sind beispielsweise die natürlichen Gerinnungshemmer Protein C, Protein S und Antithrombin III oder der gerinnungsfördernde Faktor Prothrombin. Häufigste angeborene Gerinnungsstörung ist die so genannte APC-Resistenz, bei der die Aktivierung des Gerinnungshemmers Protein C behindert ist.