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Thrombose - Folgen - ein ernstes Thema

Eine Thrombose gehört in ärztliche Behandlung. Denn ohne eine angemessene Behandlung - oder besser: Vorbeugung - einer Thrombose können gravierende Folgen auftreten.

Illustration: Schema des menschlichen Venensystem mit häufigen Thromboselokalisationen

Lungenembolie

Thrombosen in Venen behindern den Abfluss des Blutes aus Organen und Körperregionen. Gerade bei Thrombosen in den Bein- und Beckenvenen besteht ein erhöhtes Risiko, dass sich die Blutgerinnsel lösen und mit dem Blutstrom durchs Herz bis in die Lunge gespült werden.

Bleiben sie dort in den Gefäßen stecken, spricht man von einer Lungenembolie. Schmerzen in der Brust und Atemnot sind die Hauptsymptome dieser lebensgefährlichen Erkrankung.

Rufen Sie schon bei Verdacht einer Lungenembolie immer sofort den Arzt!

Postthrombotisches Syndrom

Wird eine Thrombose zu spät oder nicht ausreichend behandelt, können Thrombus und Blutstau die erkrankten Venen so sehr schädigen, dass der Blutfluss auf Dauer beeinträchtigt bleibt. Zwar kann das Blut über die oberflächlichen Venen umgeleitet werden - man spricht dann von Umgehungskreisläufen -, doch diese sind oft überlastet. Die Venenklappen schließen nur noch unvollständig. Krampfadern, Schwellneigung und Hautveränderungen treten auf.

Illustration: Blutfluss und Klappenschluss bei gesunden und bei geschädigten Venen

"Ausgeleierte" Venen mit defekten Klappen können die Folge einer Thrombose sein.

Mediziner bezeichnen diesen Zustand als chronisches Venenleiden oder postthrombotisches Syndrom. Verschlimmert sich die Erkrankung weiter, kommen oft noch Unterschenkelgeschwüre hinzu. Patienten sprechen dann meist vom "offenen Bein", Ärzte vom "Ulcus cruris venosum".

Wiederholte Thrombosen

Thrombosen können die betroffenen Gefäße auf Dauer verändern. Defekte Venenklappen oder beschädigte Gefäßwände, die als Krankheitsfolge zurückgeblieben sind, werden leichter wieder zu Ausgangspunkten einer neuen Thrombose.